Empfohlene Sitzsysteme & -konzepte

Jeder Mensch ist in seiner Körperform und seinen Bedürfnissen individuell. Das haben auch die Stuhlhersteller erkannt und verschiedenste Sitzsysteme entwickelt. Für eine optimale Wahl sollten diese aber immer ausgiebig getestet werden! Im Folgenden stellen wir die verschiedenen Möglichkeiten vor:

Eine sehr wirksame Sitzidee: Sattelsitzen

Beispiele für Sattelstühle

Beim Reiten hat sich der Sattel seit Jahrhunderten bewährt. Es kann also auch für Sie nicht falsch sein, wenn Sie auf einem Bürostuhl wie auf einem Sattel sitzen. Ergonomische Sattelstühle greifen die neuesten Erkenntnisse zum gesunden Sitzen auf. Ihre Konstruktion beeindruckt vor allem durch das Konzept zur Beckenkippung durch die Lage der Oberschenkel. So ist Ihre aufrechte Haltung garantiert, Ihre Muskeln werden gestärkt, Ihre Wirbelsäule entlastet. Sattelstühle ermöglichen hohe Dynamik beim Sitzen. Gleichzeitig bieten sie Ihnen große Bewegungsfreiheit vorwärts und seitwärts. Wegen dieser Eigenschaften werden Sattelstühle auch Therapiestühle genannt. Gute und ungewöhnliche Beispiele für Stehtische, Laborarbeitsplätze und als Bürostuhl finden Sie hier

Endlich mal den Körper ausbalancieren: Balanced Movement

Der skandinavische Hersteller HÅG hat die Balanced-Movement Mechanik entwickelt. HÅG-Stühle mit Balanced-Movement Mechanik regen Sie dazu an, im Sitzen stetig Ihre Haltung zu verändern. Und zwar nicht nur die Haltung von Oberkörper und Armen, sondern auch die Haltung Ihrer Füße. Um Sie permanent in Bewegung zu versetzen, nutzt HÅG einen zentral platzierten Drehpunkt, kombiniert mit der festen Verbindung von Sitzfläche und Rückenlehne. Diese Konstruktion sorgt dafür, dass Sie gleichzeitig in Balance und in Bewegung bleiben, denn Sie orientieren die Stellung Ihrer Füße intuitiv an der nach oben (beim Zurücklehnen) oder unten (beim Nachvornelehnen) geneigten Position der Sitzfläche. Ein Beispiel für einen Stuhl mit Balanced-Movement-Mechanik ist der HÅG Sofie 7500 Mesh.

HAG Sofgie 7500 Mesh

2PP-Technik klingt seltsam. Ist aber sehr Rücken entspannend!

Beispiele für Sattelstühle

Der Hersteller RH hat sich den Begriff 2PP-Technik schützen lassen. 2PP ist ein Synonym für aktives Sitzen mit sehr harmonischen Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen. Dabei steuern Sie die Mechanik des Stuhls, indem Sie – ohne Druck auszuüben – Ihren Schwerpunkt verlagern; und bei Bedarf den Sitzwinkel anpassen. Die Abkürzung 2PP leitet sich aus dem Englischen ab. Sie bezieht sich auf die sogenannten Drehpunkte (= pivot points), die der Körper beim Verändern der Sitzposition in Anspruch nimmt: Hüfte und Knie. Diese beiden Drehpunkte gehen bei der 2PP-Technik Hand in Hand mit den zwei Aktionspunkten des Stuhls. Die Technik unterstützt wechselnde, bewegliche Sitzpositionen, ohne dass Sie die Grundeinstellungen der Rücken- und Armlehnen verändern müssen. Zu dieser Kategorie gehören zumm Beispiel der Mereo 220 und der Malmstolen 4000.

Freie Beweglichkeit in drei Achsen: Höganäs Multimatic

Sie arbeiten an einem höhenverstellbaren Arbeitsplatz? Dann verlassen Sie sich auf ein Sitzkonzept, das die besonderen Anforderungen an Flexibilität und Effektivität dieser Art von Arbeitsplätzen erfüllt. Officeline hält mit Höganäs und Höganäs Eco passende „Multimatic“-Sitzmöbel bereit. Der komplexe Multimatic-Mechanismus bietet freie Beweglichkeit in drei Balanceachsen:  Sie können Sitz und Rückenlehne unabhängig voneinander bewegen, und dank der Wippfunktion sitzen Sie stets aufrecht. Das Modell Eco ist zusätzlich mit einem „Situp-Kissen“ ausgestattet. Dieses hat einen starren Steg und eine bewegliche Sitzfläche. Dieser sogenannte „Sattelsitz“ gewährleistet, dass der vordere Bereich des Sitzes sich auch dann nicht bewegt, wenn Sie die Sitzfläche nach vorne anwinkeln. Vor allem in höheren Arbeitspositionen verhindert Höganäs Eco auf diese Weise, dass Sie nicht versehentlich vom Stuhl rutschen.

HAG Sofgie 7500 Mesh

Bewegtes 3D – Sitzen mit Swopper und 3Dee

Beispiele für Sattelstühle

Ihr Körper ist für Bewegung ausgelegt. Sie aber müssen Stunden lang am Schreibtisch sitzen. Lösen Sie diesen Widerspruch auf, indem Sie einen Stuhl mit beweglichen Gelenken und Federn wählen. Modelle wie der Swopper und der 3Dee ermöglichen die Vorwärts-,  Rückwärts- und Seitwärtsbewegung ebenso wie die Aufwärts- und Abwärtsbewegung. Sie vereinen Sitzen, Stehen und Bewegen und müssen dazu die Position des Stuhls auf dem Boden nicht verändern. So können Sie auf ganz einfache Weise Gesundheitsrisiken minimieren, die durch langes (und falsches!) Sitzen hervorgerufen werden können, zum Beispiel Thrombosen oder Bandscheibenvorfälle. Gleichzeitig wächst Ihr Wohlgefühl, und Sie steigern Motivation und Produktivität. Gute Beispiele sind der Swopper und der 3Dee.

Beschwingtes Sitzen mit Bioswing

In den 1980er-Jahren sorgte Bioswing für eine Revolution in der Trainings- und Therapiewelt. Grundlage dieser 3D-Bewegungstechnologie ist, dass ein patentiertes, pendelartiges Element mit genau definierter Dämpfung die bis dahin eingesetzte starre Verbindung zwischen Gerät und Boden ersetzte. Das Gelenk ist in der Lage, Körper-Rhythmen kontinuierlich und sehr wirkungsvoll zu reflektieren, d. h. in sanfte Schwingungen umzusetzen. In Bürostühlen und Rollhockern können Sie die bewährte Bioswing-Technologie in Form eines nach dem Pendelprinzip konstruierten Sitzwerks nutzen. Die innovative Technik setzt Ihre Schwingungen automatisch in Mikroimpulse um. Diese wirken sich kräftigend und stimulierend auf Ihre tiefenliegende Rückenmuskulatur aus. Beispiele sind der Haider Bioswing 260 und der Haider Bioswing 360.

HAG Sofgie 7500 Mesh

Schwebend Sitzen? Das geht mit Pending

Beispiele für Sattelstühle

Multidimensionale Beweglichkeit beim Sitzen ermöglicht Ihnen die Pending-Technologie der gleichnamigen Manufaktur. Dazu nutzen die Pending-Stühle eine Pendelaufhängung (pending, engl. = schwebend), die biodynamisches Sitzen sicherstellt. Ihr Stuhl ist mit einem speziell entwickelten Gelenk ausgestattet, das Ihnen alle Arten von Ausgleichs- und Ausweichbewegungen ermöglicht. So sorgt Pending beim Sitzen dafür, dass der Druck gleichmäßig auf alle Wirbelkörper verteilt wird, statt einzelne Wirbelkörper oder Bandscheiben punktuell zu belasten. Erheben Sie sich, dann wird nicht, wie bei starren Sitzflächen üblich, die Wirbelsäule belastet, sondern die Last ins Hüftgelenk verlagert. So wie es für Ihren Körper optimal ist. Ein Beispiel ist das Modell Pending Tailwind 2.

Klassisches Sitzen auf höchstem Niveau: Sedus movigo

Besonders gut können Sie Rückenleiden mit einem Stuhl aus der Sedus movigo vorbeugen. Sie können ihn mit seiner Lordosenstütze perfekt an Ihre ganz persönliche Wirbelsäulenform anpassen, während die dorsokinetisch aufgehängte Rückenlehne Sie auch bei Dreh- und Seitenbewegungen stützt. Die patentierten Bürostühle lassen Ihnen mit diesen Eigenschaften enormen Bewegungsfreiraum, geben Ihrem Oberkörper aber gleichzeitig großen Halt. Optimiert wird das Sitzen durch die Similarmechanik von Sedus movigo. Sie sorgt dafür, dass Sitz und Rückenlehne sich immer synchron mit Ihnen bewegen. Ein Beispiel ist der Sedus Movigo+.

HAG Sofie 7500 Mesh