Produkt des Monats November 2021: Varier Variable Plus

Der Variable Plus ist eine Weiterentwicklung der Designikone Variable von Varier. Der Stuhl ist mit einer stabilen Rückenlehne mit einem ergonomischen Polster ausgestattet. Damit ermöglicht er vielfältige Sitzpositionen  – darunter natürlich auch die beispiellose Funktionalität des ursprünglichen Kniestuhls. Dank der gepolsterten Rückenlehne können Sie sich problemlos strecken und zurücklehnen. Die optimierte Rundung der Kufen vereinfacht das Finden und Halten der Balanceposition. Den Variable Plus gibt es mit natur- oder schwarzfarbigem Finish, die mit einer großen Auswahl an Bezugsstoffen kombinierbar ist. Die Kufen werden aus Schichten von Buchen- und Eschenfurnier produziert.

Varier Variable Plus

Für das Design des Variable Plus verantwortlich ist Peter Opsvik, ein norwegischer Industriedesigner, der seine Ausbildung am Bergen College of Applied Art und am Norwegian State College of Applied Arts in Oslo absolvierte. Er arbeitet seit 1970 als freiberuflicher Industriedesigner. Gemeinsam mit Kollegen entwickelt er in seinem Studio in Oslo Produktdesigns, um reale Probleme zu lösen. Sein Credo ist, mit verspielten, am Menschen orientierten Ansätzen Normen wie „Sitz ordentlich“, oder „Sitz still“ zu brechen.

Die konzeptionelle Basis für den Varier Variable stammt aus dem Jahr 1976. Seinerzeit initiierte Hans Christian Mengshoel eine Studie, die untersuchte, wie Menschen ausgewogener und ergonomischer sitzen können. Durch Beobachtung und Forschung stellte Mengshoel fest, dass ein leicht nach vorne geneigter Sitz eine natürliche Haltung fördert. Diese sorgt für mehr Beweglichkeit und verringert unerwünschten Druck beim Sitzen. Aus diesen Erkenntnissen entstand die Idee der Schienbeinunterstützung. Sie verhindert, dass der Benutzer vom Sitz rutscht und gleichzeitig einen offenen Hüftwinkel beibehält. 

Hier gibt es ein kurzes Video zum Varier Variable Plus.

Den Varier Variable Plus online bei der Ergonomiwelt ansehen.

 

Das balans-Konzept

Das balans-Konzept Mengshoel lud außerdem die Designer Oddvin Rykken, Peter Opsvik und Svein Gusrud dazu ein, unterschiedliche Produkte auf der Basis des neuen Balans-Konzeptes zu entwerfen. Durch diese Zusammenarbeit entstanden experimentelle Entwürfe, die die stereotypischen Gesichtspunkte des Sitzen nicht nur in Frage stellten, sondern aufhoben. Eine Sammlung von Balans-Prototypen waren 1979 auf der Skandinavischen Möbelmesse in Kopenhagen zu sehen. Dort fanden sie große Beachtung. 1984 erhielten die drei Designer und Mengshoel den Jacob-Preis, die höchste Anerkennung für Designer, Architekten und Künstler in Norwegen.